Ein Wort von Emmanuel Cudry, Coffreo CEO

OKTOBER 2021

 

Die Sommerferien liegen lange hinter uns und die Zeit danach stand für viele von Ihnen im Zeichen des Aufschwungs, ja sogar eines dynamischen Aufschwungs, der selbst in Branchen wie dem Event-Catering, dessen Geschäft sich seit Februar 2020 im Stillstand befanden hatte, ankam.

 

Coffreo nutzte die letzten Monate zum Austausch mit seinen Kunden über Marktentwicklungen sowie die Erwartungen der Zeitarbeitnehmer, zu welchen wir im Übrigen im Juni und Juli dieses Jahres eine Umfrage in fünf europäischen Ländern durchführten. Unser „Besuchsprogramm“ führte uns zunächst zur World Employment Conference (WEC) in Madrid, das Treffen der Zeitarbeitsgewerkschaftsvereinigung, welche dieses Jahr als Hybridveranstaltung abgehalten wurde, anschließend zur Generalversammlung des französischen Verbands für Sicherheitsunternehmen „GES“ in Marseille und schließlich nach Paris zur Generalversammlung der französischen Gewerkschaft für Dienstleister des audiovisuellen Bühnen- und Veranstaltungsbereichs „SYNAPSE“. Es geht doch nichts über den persönlichen Austausch mit Ihnen, unseren Kunden: Er allein ermöglicht es uns, die Herausforderungen Ihres Unternehmens zu verstehen und Ihre Erwartungen einzufangen.

 

Mit der rasanten Wiederbelebung der Nachfrage haben manche Berufe jedoch erneut mit Spannungen zu kämpfen, da Neueinstellungen extrem schwierig geworden sind und Sie deshalb den Bedürfnissen Ihrer Kunden nicht gerecht werden können. Während der verschiedenen Lockdowns wurden sich die Beschäftigten, die zuvor mit der Flexibilität ihrer beruflichen Situation konform gingen, schnell bewusst, dass sie nicht die gleichen Hilfen und die gleiche staatliche Unterstützung wie andere erhielten. Da war und ist die Versuchung groß, sich einem klassischeren Arbeitnehmerstatus zuzuwenden, zumal die französische Arbeitslosengeldreform nicht gerade für mehr Flexicurity sorgt ...

 

Natürlich geht mit diesen Berufen – und Lohngefällen, die stetig größer werden und es den Beschäftigten immer schwieriger machen, in Großstädten und in der Nähe Ihrer Arbeitsstelle zu wohnen – stets auch die Diskussion über das Verhältnis zwischen Vergütung und Arbeitsbedingungen einher. Doch anstatt sich über Gehaltserhöhungen für Berufe, die diesem Spannungsfeld unterliegen, Gedanken zu machen, – derartige Überlegungen scheinen in Frankreich vollkommen tabu zu sein – beschäftigt die öffentliche Debatte nun die glorreiche Idee der Anerkennung der Trinkgelder als festen Bestandteil der Vergütung ... Nach so vielen Jahren Kampf gegen die Schwarzarbeit kann man das tatsächlich nur als Glanzleistung bezeichnen. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, wäre es in Anbetracht dessen, dass das Bargeld nach und nach verschwindet, sogar Aufgabe der Gastronomiebetriebe, die Trinkgelder zu sammeln und sie anschließend kostenlos und steuerfrei an ihre Mitarbeiter auszuzahlen! Ich sehe schon andere Branchen auf die Idee kommen, zu sagen: „Unsere Berufe sind auch hart, wir finden keine neuen Leute, wir wollen auch einen Teil des Gehalts steuerfrei ausbezahlen.“ Mit allen Konsequenzen, die eine solche Regelung hätte ... Einen solch „intellektuellen“ Lösungsansatz muss man erst einmal wagen. Frankreichs Präsident hat dies getan. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

 

In dieser Welt, die mich immer wieder aufs Neue überrascht, wünsche ich Ihnen nun eine spannende Lektüre.

 

Bleiben Sie gesund!
Emmanuel

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